Sonstiges: Frettchen

Frettchen

Da Frettchen sehr gesellige Tiere sind, sollte man sie mindestens zu zweit halten. Im Frühjahr nach ihrer Geburt werden Frettchen geschlechtsreif. In der Ranz schwillt bei den Fähen die Scheide kirschgroß an und spätestens dann muss man das Tier kastrieren lassen. Es kann sonst zu einer Hormonvergiftung kommen, der zu hohe Östrogenspiegel kann das Knochenmark zerstören und zum Tod führen. Unkastrierte Rüden haben einen sehr strengen Eigengeruch und neigen dazu, ihre Umgebung mit Urin zu markieren.

Frettchen haben einen hohen Bewegungsdrang, deshalb brauchen sie neben ihrem Gehege (pro Tier mindestens 1,5 qm) täglich mehre Stunden Auslauf. Wer sich Frettchen halten möchte, darf nicht empfindlich sein, denn die Aufforderung zum Spiel erfolgt durch ein Zwicken. Wenn mehrere Tiere zusammen gehalten werden, machen sie das aber unter sich aus. Bedenken Sie auch, dass Frettchen einen typischen Eigengeruch haben und sehr Instinkt gesteuert sind. Falls sie sich damit nicht anfreunden können sollten sie von der Anschaffung dieser Tiere absehen.

Wenn sie sich dazu entschließen, Frettchen zu halten, nehmen sie am besten Kontakt zu Frettchenhilfen oder Tierschutzvereinen auf, vom Zoohandel oder dem Online-Shop ist dringend abzuraten. Der Vorteil, den man bei Tieren aus dem Tierschutz hat, ist, dass die Frettchen schon kastriert und geimpft sind.

Zum Speiseplan von Frettchen gehören rohes Fleisch, Muskelfleisch, roher Meeresfisch, Frettchen-Trockenfutter und Katzen-Nassfutter. Als Leckerchen kann man gerne Eigelb, Trockenfleisch und Vitaminpaste geben.