Kleintiere: Wüstenrennmäuse

Wüstenrennmäuse (Gerbile)

  • Wüstenrennmäuse sind soziale Tiere und können nur in einem ausreichend großen Gehege gehalten werden, in dem es allerdings nicht zu Revierausbildungen kommen sollte. Die Vergesellschaftung ist äußerst problematisch, da Gerbile auf ihre Artgenossen sehr aggressiv reagieren. Eine Vergesellschaftung kann mit Hilfe eines Trenngitters erfolgen, nach einem regelmäßigen Austausch der Tiere in den jeweils anderen Käfig oder auf „neutralem Boden“.
  • Sehr wichtig für die Tiere ist ausreichend Platz zum Graben und Buddeln, das Bodensubstrat sollte 10- 15 cm hoch sein und aus Holzspänen oder Sand bestehen (der Sand darf nicht scharfkantig sein!). Auch brauchen sie Nagemöglichkeiten, um ihre ständig nachwachsenden Zähne abzunutzen. Rennmäuse haben einen außerordentlichen Bewegungsdrang und brauchen somit genügend Platz. Um ihnen Abwechslung zu bieten, kann man Holzkisten, Papierrollen, Eierkartons und Äste verwenden, um ihnen einen schönen Spielplatz zu bauen.
  • Rennmäuse polstern gerne ihr Nest aus, geben Sie Ihnen beispielsweise Küchenpapier dafür.
  • In Gefangenschaft werden sie 3-5 Jahre alt.
  • Rennmäuse sollten Klettermöglichkeiten und ein Sandbad zur Fellpflege in ihrem Gehege zur Verfügung gestellt bekommen. Bei dem Sand für das Badevergnügen sollte es sich um speziellen Badesand handeln und niemals um Vogel- oder Quarzsand, weil dieser zu scharfkantig ist und zu Hautverletzungen führen kann.
  • Grundnahrungsmittel stellen Getreide und Samen dar. Auch können kleine Mengen Frischfutter und tierische Eiweiße, wie 1 -2 mal die Woche Mehlwürmer oder ein hart gekochtes Ei, Heimchen, Heuschrecken etc. angeboten werden.
  • Achten Sie darauf, dass auch ein kleines Tier einen Tierarztbesuch benötigen kann und dafür Geld vorhanden sein muss. Auch muss die Betreuung der Tiere im Urlaub gewährleistet sein.